Abfindung nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit: Das ist drin

Geprüft durch spezialisierte Anwälte für Arbeitsrecht · Stand: Juli 2026

Dein Richtwert nach 15 Jahren — Rechner vorausgefüllt

Kurz: Nach 15 Jahren liegt der Faustformel-Richtwert bei 7,5 Bruttomonatsgehältern — verhandelt oder im Sozialplan häufig deutlich mehr. Der Rechner ist mit 15 Jahren vorausgefüllt: Gib nur Dein Gehalt ein.

Schritt 1 von 3

Team Abfindung ist keine Kanzlei, sondern Prozessfinanzierer: Fachanwälte für Arbeitsrecht verhandeln für Dich eine höhere Abfindung ohne Kostenrisiko — Team Abfindung wird über eine Erfolgsbeteiligung vergütet, transparent erklärt auf der Kosten-Seite.

Tabelle: Abfindung nach 15 Jahren — nach Gehalt und Faktor

BruttomonatsgehaltFaustformel (0,5)Faktor 0,75Faktor 1,0
3.000 €22.500 €33.750 €45.000 €
4.000 €30.000 €45.000 €60.000 €
5.000 €37.500 €56.250 €75.000 €
6.000 €45.000 €67.500 €90.000 €

Welcher Faktor realistisch ist, hängt vom Prozessrisiko des Arbeitgebers ab — die Spanne und ihre Treiber erklärt der Ratgeber Wie hoch ist eine Abfindung?

Der gesetzliche Anker: § 1a KSchG und Deine Kündigungsfrist

Bietet Dir der Arbeitgeber bei einer betriebsbedingten Kündigung die Abfindung nach § 1a KSchG an (gegen Klageverzicht), stehen Dir bei 15 Jahren exakt 7,5 Monatsverdienste zu.

Genauso wichtig: Deine ordentliche Kündigungsfrist beträgt nach 15 Jahren 6 Monate zum Monatsende (§ 622 Abs. 2 Nr. 6 BGB). Sie ist doppelt Geld wert — als Gehalt bis zum Fristablauf und als Schutz vor dem Ruhen des Arbeitslosengelds (§ 158 SGB III), wenn ein Vertrag sie verkürzen will. Alle Fristen nach Betriebszugehörigkeit findest Du in der kompletten Kündigungsfristen-Tabelle.

Nach 15 Jahren: schwer kündbar — und oft tariflich abgesichert

15 Jahre sind in vielen Branchen die Schwelle zur tariflichen Absicherung: Im öffentlichen Dienst sind Beschäftigte über 40 nach mehr als 15 Jahren Beschäftigungszeit nur noch aus wichtigem Grund kündbar (§ 34 Abs. 2 TVöD, Tarifgebiet West); auch Tarifverträge der Metall- und Chemieindustrie kombinieren Alters- und Zugehörigkeitsschwellen zu einem verschärften Kündigungsschutz. Wer kurz vor oder über so einer Schwelle steht, ist für den Arbeitgeber nur noch über ein freiwilliges Angebot zu bewegen — und genau das treibt den Preis.

Dazu kommt die Sozialauswahl (§ 1 Abs. 3 KSchG): Mit 15 Jahren Zugehörigkeit — typischerweise mitten in der Familienphase mit Unterhaltspflichten — bist Du in fast jeder Vergleichsgruppe unter den Schutzwürdigsten. Eine betriebsbedingte Kündigung, die ausgerechnet Dich trifft, ist entsprechend fehleranfällig und damit verhandelbar.

Steuer-Beispiel: Was von der Abfindung nach 15 Jahren netto bleibt

Modellrechnung mit 4.000 € brutto/Monat (48.000 € Jahresbrutto), ledig, Grundtarif 2026, Fünftelregelung (§ 34 EStG): Auf die Faustformel-Abfindung von 30.000 € entfallen rund 9.510 € Steuern — netto bleiben ca. 20.490 € (effektive Belastung 31,7 %, Sozialabgaben: keine).

Rechne Deinen Fall im Brutto-Netto-Abfindungsrechner — die Regeln (und die Änderung zum 01.01.2025) erklärt Abfindung versteuern.

Automatisiert berechnete Modellwerte; ersetzt keine Steuerberatung.

Häufig gestellte Fragen

Nach der Faustformel: 0,5 × Bruttomonatsgehalt × 15 Jahre = 7,5 Monatsgehälter. Bei 3.000 € sind das 22.500 €, bei 5.000 € 37.500 €. Die Formel entspricht dem gesetzlichen § 1a-KSchG-Wert; verhandelt ist häufig mehr drin.

Brauchst Du rechtliche Unterstützung?

Unsere Anwälte für Arbeitsrecht prüfen Deinen Fall, unverbindlich und schnell.